HomeProgrammFühl-Bar

Fühl-Bar 3. OG, Haus2-05b

18 Uhr

Die Tochter als Objekt der mütterlichen Wünsche, erörtert am Beispiel von Rapunzel

Wie kann man Rapunzels Mutter verstehen: Weshalb begehrt sie so dringlich die Früchte aus dem Garten der Zauberin? Wie kommt es, dass sie ihre Tochter opfert? Und wie steht Rapunzel, die Tochter, in ihren Konflikten und Wünschen zu der Figur der Zauberin? Wie gelingt das Entkommen aus ihrer Gefangenschaft im Turmzimmer auf die Erde? Im Anschluss an meine Überlegungen werden wir uns dem Märchen anhand der Assoziationen der Besucher nähern.

Dr. phil. Bettina Ganse

 

19 Uhr

Warum es manchmal so schwer ist, sich und anderen Wünsche zu erfüllen

Von Freud wissen wir, dass der Mensch wünschen muss, um zu überleben und dass er, so lange er lebt, auch wünscht. Warum aber ist es mitunter so schwer, Wünsche zu erfüllen? Warum und wie stehen wir uns und anderen dabei im Weg? Und was bedeutet überhaupt Wunscherfüllung? Über die Schwierigkeiten, zwischen Wunschvorstellungen und ihrer Realisierung zu vermitteln, möchte ich mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Dr. phil. Angelika Ebrecht-Laermann

 

20 Uhr

Emotionales Wachstum in der Psychoanalyse

Wilfred Bion, nach Sigmund Freud und Melanie Klein einer der originellsten Denker der Psychoanalyse, stellt die emotionale Erfahrung in den Mittelpunkt der Entwicklung der Persönlichkeit und der psychoanalytischen Arbeit. Was ist emotionale Erfahrung? Wie gehen Analytiker mit verworrenen und schwer aushaltbaren Gefühlen um? Wie kommt es zu einer wirklichen Veränderung? Diese und andere Fragen werden an Beispielen aus der Praxis erörtert.

Dipl.-Psych. Dorothee Stoupel, M.A.

 

21 Uhr

Überlebenspaket für die Seele: Psychoanalytische Gedanken zum Werk „Das Rudel“ von Joseph Beuys

Wir nähern uns dem Werk assoziativ wie einem Traumbild, um dessen Resonanz in unserem Erleben erfassen zu können: die Deutschen als Täter/Schuldige und als Verstörte/Verwundete im 2. Weltkrieg. Durch die Hinzunahme von Beuys’ Biographie wird nachvollziehbar, wie ein traumatisches Geschehen Jahrzehnte später seinen schöpferischen Prozess bestimmt. Das Überlebenspaket, das Beuys packte, dient dem psychischen Überleben von Soldaten.

Dr. phil. Bettina Ganse

 

22 Uhr

Ich fühle was, was du nicht fühlst

In lebendiger Weise soll das Konzept der transgenerationalen Weitergabe von Trauma anhand eines Erfahrungsberichts vermittelt werden. Es wird gezeigt, wie traumatische Erlebnisse und seelisches Erleben der Kriegsgeneration durch unterschiedliche Abwehrmechanismen wie Spaltung, Verleugnung oder Verdrängung ins Unbewusste befördert und stellvertretend in der Psyche der zweiten und dritten Generation re-aktualisiert werden können.

Dipl.-Psych. Nicole Rubinstein-Gross

 

 

Die Klügste Nacht des Jahres

Go to top