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Freuds Bar 1. OG, Haus2-02

17 Uhr

Wie Therapeuten die Geschichten von Patienten verändern: Ko-narrative Interventionen

Eine Form der Kommunikation im Behandlungszimmer ist das Erzählen. Der Vortrag widmet sich anhand kurzer Beispiele der Frage, wie Analytiker auf Erzählungen von Patienten eingehen, einwirken, sie neu miterzählen oder sie erst hervorrufen. Wodurch zeichnet sich diese erzählzerstörende, miterzählende und erzählprovozierende Aktivität von Therapeuten aus und wie unterscheidet sie sich von der Rolle von Zuhörenden und Miterzählenden im Alltag?

Prof. Dr. phil. Tilmann Habermas

 

18 Uhr

Hinter dem Gesetz – eine psychoanalytische Interpretation von Franz Kafkas Türhüterlegende

Eine Interpretation dieser Erzählung ergibt, dass Kafka den Leser verwirrt, in eine Traumwelt verführt und dazu bringt, die Realität der Zeit zu verleugnen, bis es zu spät ist, der Protagonist sterben muss und sein Leben sinnlos mit Warten vergeudet hat. Als Hintergrund dieser Dynamik werden die Erfahrung Kafkas mit einer „toten Mutter“ (Andre Green), Spaltungsvorgänge (Freud) und ein seelischer Rückzug (Rosenfeld/Steiner) beschrieben.

Dr. phil. Erwin Kaiser

 

19 Uhr

Wie verrückt muss man sein, um Psychoanalytiker zu werden?

Unsere Fragerunde mit Kandidaten verschiedener Ausbildungsinstitute richtet sich an Schüler, Studenten, Psychologen und andere Berufsgruppen. Dabei geht es weniger um Ausbildungsinhalte oder Rahmenbedingungen, vielmehr darum, was diese Ausbildung mit uns persönlich macht. Wo sie uns fordert, uns nicht nur Geld, sondern auch Nerven kostet, und wo sie uns bereichert, fachlich, emotional und in Bezug auf unsere persönliche Entwicklung.

Dipl. Psych. Dina Dolgin und Dipl. Psych. Christin Kinder (Ausbildungskandidaten)

 

20 Uhr

Psychoanalyse zum Mitmachen: Freie Assoziation, Abwehr, Widerstand, Übertragung

Mit Hilfe einer kleinen Entspannungs- und Assoziationsübung, zu der die Teilnehmerinnen der Langen Nacht eingeladen werden, sollen grundlegende Begriffe der psychoanalytischen Therapie veranschaulicht und diskutiert werden.

Dipl.-Psych. Margit Murr & Dipl.-Psych. Heinrich Wiesweg

 

21 Uhr

Max Beckmann, Maler des Unbehagens in unserer Kultur.

Mit seinen scharfkantigen, schwarzrandigen Szenerien stellt Max Beckmann (1884–1950) menschliche Grunderfahrungen in dem grellen Licht einer Epoche dar, die von Not, Verfolgung und Kriegen gekennzeichnet war. Damit bebildert er ein Unbehagen, das seinerzeit auch Freud im „Unbehagen in der Kultur“ (1930) aufgegriffen hatte. Derzeit wird Beckmann im Potsdamer Museum Barberini gewürdigt, nachdem er zuvor in der Bremer Kunsthalle zu sehen war.

Silke Ratzeburg, Dipl.-Psych. Dorothee Schöne, Dr. phil. Rüdiger Eschmann

 

22 Uhr

Trauma oder Konflikt? Über die Entstehung von seelischem Leid.

Freuds Abkehr von der Traumatheorie zugunsten des inneren Konflikts wird häufig als die Geburt der Psychoanalyse bezeichnet. Nicht real erlittene Traumata prägen das Seelenleben, sondern die konflikthafte Dynamik unbewusster Wünsche und Phantasien. Bis heute ist die Gegenüberstellung beider Konzepte eine zentrale, oft heftig geführte Kontroverse in der Psychoanalyse. Ihre Aktualität und Behandlungsrelevanz wollen wir vorstellen und diskutieren.

Dipl.-Psych. Ina Klingenberg und Dipl.-Psych. Cordelia Bühring

 

 

 

Die Klügste Nacht des Jahres

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